FAQ  –  Häufige Fragen.

Zum Wesen der Arbeit

Was wird hier angeboten – und was ist es nicht? Coaching? Therapie? Esoterik?

Hier liegt der Fokus auf der Wahrnehmung dessen, was sich in Verbindung mit einem Thema zeigt – Gefühle, Anspannungen, Überzeugungen.

Zur Abgrenzung: Coaching, Therapie und esoterische Angebote sind meist damit verbunden, eine unbefriedigende Situation loswerden zu wollen. Dafür gibt es Methoden und Strategien, damit ein Ziel in der Zukunft erreicht wird. Kurz gesagt: Empfindungen aus der Vergangenheit werden als Belastung in der Gegenwart erlebt und sollen in der Zukunft verschwinden. So bewegt man sich immer in der Zeit.

Das Fühlen und Annehmen von Anspannungen und Gefühlen ist aber nur im jetzigen Moment möglich – ohne zu wissen, ob, wann und wie sich dadurch etwas verändert. Dieses Fühlen und in der Haltung der Akzeptanz Annehmen setzt an der Wurzel des Entstehens an. Insofern ist das Angebot nicht das, was man üblicherweise als Therapie versteht.

Wird mir das in meiner Situation helfen?

Ihr beginnt zu sehen, wie sich Eure Spannungsfelder bilden – durch das, was der Verstand und etablierte innere Strukturen aus einer Situation machen – und wie ein anderer Umgang damit möglich wird. Darin werdet Ihr unterstützt.

Begleitung und Begegnung

Wem vertrauen wir uns hier an?

Arnold Wiegand – und bei der Arbeit mit Paaren und in einigen Formaten ist meine Partnerin Edith Schwarz mit dabei. Ein Leben mit beruflichen Wegen, Krisen, Ausbildungen, Leistungssport und allem, was zwei Menschen über sechzig Jahre erfahren – auch in der eigenen Paarbeziehung.

In über zwanzig Jahren mehr als zweihundert Tage in der Dunkelheit, der längste Aufenthalt 49 Tage am Stück. Seit 2016 die Begleitung von einzelnen Menschen und Paaren, auch aus eigener Dunkelretreat-Erfahrung als Paar. Heilpraktiker für Psychotherapie. Und über all die Jahre ein unermüdliches Erforschen des Bewusstseins – das, worum es in dieser Begleitung im Kern geht.

Was bleibt, wenn die Leistung wegfällt?

Lange habe ich mich über Leistung definiert. Vierzehn Jahre Leistungssport, dazu Ausdauer-Extreme – Mehrfach-Ironman, Eisschwimmen, Langstreckenschwimmen. Eine Zeit lang auch öffentlich, mit Vorträgen und Büchern über vegane Ernährung und Sport.

Von außen sah das nach Stärke aus. Von innen war es vor allem eines: ein Laufen. Ich suchte über die nächste Leistung, was sich über Leistung nicht finden lässt – das Gefühl, genug zu sein. Erst nach und nach habe ich durchschaut, dass kein erreichtes Ziel diesen Mangel stillt. Es sucht sich nur das nächste.

Tiefer und länger ging etwas anderes: das Erforschen des Bewusstseins, das mich schon vor dem Sport ergriffen hatte und nie wieder losließ. Über vierzig Jahre, über zweihundert Tage in der Dunkelheit. Das war keine weitere Leistung. Eher das Gegenteil – ein allmähliches Lassen. Aufhören zu rennen. Hinschauen, was bleibt, wenn niemand mehr etwas beweisen muss.

Diese Stationen erzähle ich nicht, um zu zeigen, was möglich war. Ich erzähle sie, weil ich das Hamsterrad von innen kenne – und weil das, was ich heute begleite, derselbe Weg heraus ist, den ich selbst gegangen bin.

Der Tag im Dunkeln

Was machen wir den ganzen Tag?

Wahrnehmen, was sich zeigt – und wie Ihr damit umgehst, wird Euch gezeigt. Sonst gibt es nichts zu tun, nichts zu erledigen.

Für Euren eigenen Rhythmus ist gesorgt: Ihr könnt liegen, sitzen, Euch bewegen oder ruhen, ganz wie es Euch entspricht. Bett und Relaxliege laden zum Ausruhen ein, mehrere Sitzgelegenheiten und eine Meditationsbank zum aufrechten Sitzen, Gymnastikmatten und eine Faszienrolle für sanfte Bewegung. Mitbringen müsst Ihr nichts davon – es ist alles da, und Ihr wählt im Moment, was stimmig ist.

Wie finden wir uns in den Räumen zurecht?

Bei der Ankunft zeigen wir Euch alles im Hellen. Danach habt Ihr genug Zeit, Euch einzurichten und Euch in Ruhe zu bewegen, bis Euch die Räume vertraut sind. Wenn das Licht dann weicht, kennst Ihr Euren Weg schon.

Welches Essen erhalten wir?

Vegane Gerichte. Individuelle Bedürfnisse und Unverträglichkeiten werden berücksichtigt – sagt einfach Bescheid. Auf Wunsch könnt Ihr auch fasten; nötig für einen guten Aufenthalt ist das aber nicht.

Allgemeine Fragen

Was ist ein Dunkelretreat?

Unter einem Dunkelretreat versteht man den zeitlich befristeten Aufenthalt in völliger Dunkelheit. Der Aufenthalt im Dunkeln gehört zu den archaischen Methoden der Selbsterfahrung. Manche vertreten die Auffassung, dass die Ursprünge der Dunkelretreats in allen alten Kulturen tausende von Jahren zurückliegen. Dunkelretreats im Taunus gibt es seit 2016. Die Aufenthaltsdauer ist für mehrere Tage oder Wochen möglich. Dunkelretreats und die damit verbundene Reizreduzierung bieten einzelnen Menschen und Paaren eine sehr gute Möglichkeit das Bewusstsein zu erforschen.

Für wen ist der Aufenthalt geeignet?

Für Paare, die einschränkende Denk- und Verhaltensweisen anschauen und verändern möchten. Für Menschen, die im beruflichen Umgang mit anderen ihre Wahrnehmung schärfen wollen. Und für die, die über den Tellerrand schauen – auf der Suche nach sich selbst und einem erfüllenden Paar-Erleben.

Brauchen wir Vorkenntnisse, oder müssen wir uns vorbereiten?

Nein, beides nicht. Ihr kommt, wie Ihr seid – alles Weitere zeigt sich im Moment.

Kann wir wirklich jedes Thema mitbringen?

Ja. Ihr seid willkommen mit allem, was Euch beschäftigt.

Wird unsere eigene Situation berücksichtigt?

Ja. Es geht immer um Eure individuelle Wahrnehmung – um das, was sich bei Euch zeigt, nicht um ein vorgefertigtes Programm.

Wir haben vor dem Aufenthalt noch Fragen. Was machen wir?

Ruft einfach an oder schreibt eine E-Mail. Manchmal tauchen im Vorfeld auch Ängste auf – die schauen wir uns gemeinsam an.

Wo kann ich parken?

Vor dem Haus ist in der Regel ein Parkplatz vorhanden.

Sicherheit und Orientierung

Ist es wirklich vollständig dunkel?

Ja, zu hundert Prozent – auch im Sommer bei blauem Himmel. Die Augen finden kein Licht mehr, an das sie sich gewöhnen könnten. Genau das macht die Erfahrung aus.

Wie erreichen wir Dich in einem Notfall?

Es gibt einen Hausnotruf. Drückt Ihr den Taster, löst das einen Anruf auf meinem Smartphone aus – ich bin erreichbar. Zusätzlich steht Euch eine Taschenlampe zur Verfügung. Auch wenn Ihr sie nicht benutzt, es entspannt, da Ihr wisst, dass sie Euch zur Verfügung steht.

Wie erhalten wir frische Luft?

Zwei Belüftungsanlagen bringen Frischluft in die Räume; Ihr schaltet sie über je einen Schalter ein und aus. Während sie laufen, bleibt es weiterhin vollständig dunkel.

Habt Ihr weitere Fragen? Schreibt uns, oder ruft uns an. Wir beantworten alle Eure Fragen…